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Plataria, Igoumenitsa, Ioannina ... Korfu

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1. Januar 2009


Das neue Jahr beginnt ohne Kopfschmerzen. Nach einem ausgiebigen Frühstück schaue ich aus dem Fenster. Die Hausherren der Wiese - die zwei Nebelkrähen - suchen nach Futter und lassen sich kaum von Augustas schwarzem Kater stören, der seine ganze Kunst daran setzt, eine der Krähen zu fangen. Ein herrliches Schauspiel!
Katze will Krähe
Immer wieder schleicht sich der Kater an eine der Krähen heran, lauert unter der Palme. Die Krähe pickt ungestört weiter, lässt den Kater sehr nah herankommen, bevor sie entschwebt. Einmal ruht sie sich auf der Pforte aus, der Kater steht aufrecht eine ganze zeit lang davor, kann aber daran nicht hoch klettern. Das weiß die Krähe wohl. Ich beschließe, dem Kater nachher noch ein paar kleine Fische zu schenken.





Heckenrosen
Die Heckenrosen fangen zu blühen an
Gegen 16.00 Uhr kommt Barbara mit Skywalker. Ich habe sie zum Fisch-Essen eingeladen und biete ihr in der Küche erst einmal den selbst gebrauten Kräutertee an. Da das Wetter heute nicht so gut ist, werde ich die Fische in der Pfanne nach altbewährtem Rezept braten. Einen großen Teil der sehr kleinen Fische lege ich für die Kater beiseite. Ich fange mit den großen Fischen an, entferne die Innereien und zunächst blöderweise auch die Gräten. Hatte vergessen, dass die drin bleiben müssen. So bleiben ein paar recht magere flache Filets übrig. Den Rest der Fische verarbeite ich professionell! Wende alles in Mehl und brate drei Pfannen Fisch.

Auf dem elektrischen Grill toaste ich noch ein paar Weißbrot-Scheiben. Zu trinken gibt es Wasser. Wir bleiben in der Küche, die schön warm ist, da ich den Heizlüfter in Gang gesetzt habe. Skywalker ist ein unglaublich ruhiger Hund, er liegt ganz lieb zu Barbaras Füßen.

Es klopft. Adorno steht vor der Tür, weil er mir ein frohes neues Jahr wünschen will. Wir umarmen und küssen uns auf griechische Art und Weise. Er kommt mit in die Küche, hat schon gegessen, freut sich über den angebotenen Kräutertee.

So sitzen wir noch lange beieinander, tauschen Wander- Empfehlungen aus, diskutieren über das Thema "Thymian oder Majoran" und was ein echter Sirtaki ist. Sie meint, dass das Gestern kein Sirtaki sondern andere Tänze waren. Aber mir ist das egal, ich bestehe darauf, dass ich gestern Sirtaki getanzt habe. Barbara lacht über meine Hartnäckigkeit. Sie kennt sich mit Tänzen gut aus, erzählt mir von Anthony Quinn, dass für den Film "Alexis Sorbas" eine Sirtaki-Choreografie für ihn entwickelt wurde. Da der Sirtaki schwer zu tanzen ist, haben sie ein paar einfachere Schritte zusammengestellt.

Also noch einmal genauer: Der Sirtaki wurde 1964 für den Film Alexis Sorbas erfunden. Anthony Quinn  waren die Schritte der originalen griechischen Volkstänze zu schwierig. Die Schritte lehnen sich an die alten griechischen Tänze "Sirtos" und "Hassapiko" an. Die Filmmusik für  den Ur-Sirtaki schrieb Mikis Theodorakis.
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