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Plataria, Igoumenitsa, Ioannina ... Korfu

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23. Februar 2009


Das Exposé "Die Hexen-Finca" ist versandbereit. Ein lieber Freund von mir (ein bekannter Autor), war so nett und hat das Exposé vorher gelesen. 

Das Exposé und die Leseprobe habe ich gedruckt und werde es an
sieben renommierte Verlage senden. Leider fehlen mir die passenden Briefumschläge, die ich jedoch morgen in Igoumenitsa besorgen werde.

Bitte, liebe Kinder und Freunde, drückt mir die Daumen, dass gerade ein Lektor oder eine Lektorin das Alles liest, die gerade gut gelaunt und aufnahmefähig für meine kuriosen Auswüchse sind!!! Von mir aus kann es auch eine Praktikantin sein, die evtl. den richtigen Riecher für meine Arbeit hat, das Manuskript an sich reißt und atemlos in das Büro des Verlagsleiters rennt, ihm nach Luft japsend, die Leseprobe und das Exposé auf den Tisch knallt ...







Das Wetter hier in Plataria unterstützt meine gute Stimmung. Die Sonne scheint und obwohl ein kühler Wind weht, ist es auf meiner Terrasse schön warm. Ich konnte, wie gestern, auf der Sonnenliege liegen und die Sonne Griechenlands ungestört auf meinen - inzwischen recht rundlichen Bauch - scheinen lassen. Ihr, die Zuhause Gebliebenen werdet vor Neid noch mehr verblassen. Gegen Mittag habe ich meinen geliebten Strandspaziergang gemacht, ein paar schöne Muscheln entdeckt und festgestellt, dass es zur Zeit ideal ist, am Strand zu singen. Niemand hört mich, Niemand stört mich, ich kann den Gesang variieren und gegen den Wind singen. Es ist wunderbar befreiend. Das ist sicherlich nur in den Wintermonaten möglich!

Rosanna und ihr Mann sind sehr freundlich. Rosanna hat in Deutschland studiert und kann daher gut Deutsch sprechen. Ihr Mann spricht nur griechisch. Als ich Rosanna erzähle, dass ich leider nichts zum Lesen dabei habe, kommt sie wenig später mit einem großen Stapel interessanter Bücher. Ihr Mann bringt mir eine CD mit guter griechischer Musik. Zu meiner Freude werden 1 x die Woche Bettwäsche und Handtücher gewechselt.
Das ist ein toller Service!!!
Gegen Abend beschließe ich, ein Menschenbad zu nehmen, Am Kai treffe ich Jean, der einkaufen war und gerade zu seinem Segelboot zurück will. Wir plaudern ein wenig.  Danach klappere ich - eigentlich ziellos - die Tavernen an der Promenade ab. In der Taverne "Oil + Lemon" war ich noch nie. Irgendwie zieht sie mich heute magisch an. Eigentlich wollte ich nur etwas Wein dort trinken, doch als ich die Karte studiere, kann mich nichts mehr halten. Die Taverne ist elegant modern eingerichtet. Auf den Tischen liegen weiße Tischdecken. Die gepolsterten Stühle mit hohen Lehnen sind mit cremeweißem Leder bezogen. Ein Aquarium und die indirekte Beleuchtung schaffen gemütliche Atmosphäre. Ich bestelle Lammkoteletts und eine Karaffe Rotwein.

Die Lammkoteletts sind genau richtig gegrillt, schmeicheln meinem Gaumen. Der Reis ist phantastisch. Zwiebeln, Paprika und Oliven vermischen sich mit dem Reis zu einem einzigartigen Genuss. Der Brokkoli ist mir zwar für meinen Geschmack ein wenig zu sehr gegart, doch er ist gut gewürzt. Als der Koch noch ein wenig Knoblauch darüber streut, ist der Genuss perfekt.

Zu allem Überfluss gibt es heute einen ungewöhnlich schönen Sonnenuntergang. Durch die großen Glastüren habe ich einen ungehinderten Blick auf das Meer. Ich bin sowas von wütend, dass ich meine Kamera nicht dabei habe!!!

Obwohl mir das Essen sehr mundet, muss ich unbedingt kurz nach Draußen gehen. Die Sonne geht gerade hinter den Bergen von Korfu unter. Der Himmel ist Orange, Rot und Hell-Lila gefärbt; auf dem graublauen Wasser, das inzwischen durch den nachlassenden Wind ruhiger geworden ist,  spiegeln sich die Farben des Himmels wider. Die Masten der Segelschiffe bilden einen erhabenen Kontrast. Wenn man sowas auf einer Postkarte sieht, denkt man, wie kitschig! Doch die Natur überrascht uns mit ihren scheinbar irrationalen Farben. Es ist grandios! Nach und nach verändern sich die Farben in intensives Dunkelrosa und Violett.

Ich bin voll!!! Das gute Essen, der gute Wein und der sensationelle Sonnenuntergang. Der Kellner bringt mir noch einen kostenlosen Espresso und bietet mir eine Marlboro an.

Mit dem Besitzer, ein gut aussehender Grieche mit langen Haaren, die er zu einem Schwanz gebunden trägt, habe ich morgen Abend einen Termin ausgemacht. Ein paar Fotos und ein kleines Interview. Er ist einverstanden.

24. Februar 2009
Da ich gestern den schönen Sonnenuntergang nicht fotografieren konnte, habe ich heute früh um 7.30 Uhr mal einen Sonnenaufgang fotografiert.
Plataria Sonnenaufgang
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