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Plataria, Igoumenitsa, Ioannina ... Korfu

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4. Mai 2009


Endlich! Um 10.00 Uhr kommt der Techniker, um den Telefon- und DSL-Anschluss wieder frei zu schalten. - Er muss in den Keller, ich gehe mit. Leider liegt der Anschluss hinter einer Tür, die ich mit meinem Schlüssel nicht öffnen kann. Der Hausmeister muss her. Ich renne zum Nachbarhaus, klingele, doch der Hausmeister scheint nicht da zu sein. - Hilfe!!!
Der Techniker sagt, ich müsse einen neuen Termin ausmachen und verabschiedet sich. Ich bin fast am Heulen!

Liebe Fans, das ist der Grund, warum die letzten Seiten dieses Tagebuches erst jetzt im Web erscheinen.







Resümee über meinen Aufenthalt in Plataria

Sechseinhalb Monate in Griechenland - eine lange Zeit!
Mit nur einem Koffer kam ich hier an. Wenn ich mit einem Auto hier her gefahren wäre, so wäre dieses bestimmt prall gefüllt worden mit vielen  kleinen Annehmlichkeiten, die das Wohnen gemütlicher gestalten.
So musste ich mich bescheiden, wenig Kleidung und ein guter
Korkenzieher ...

Es ist erstaunlich, ich bin gut damit zurecht gekommen.

Bis Anfang Januar war das Wetter in Plataria recht gut, danach war es  ungemütlich, kalt und regnerisch. Selbst die Griechen sagen, dass dieser Winter besonders schlecht war. Doch es gab immer wieder Stunden und Tage, die sehr schön waren und über die ich mich dann besonders gefreut habe.

Griechenland im Winter - der Vorteil lag darin, dass alles recht gemütlich und gelassen vor sich ging. Ich hatte den Strand und das Meer für mich allein. Wenn ich eine Taverne aufsuchte, wurde mir viel Aufmerksamkeit geschenkt und ich lernte nette Menschen kennen.

... und die Schlangen haben sich an den Winterschlaf gehalten!
Auch Mücken gab es keine!
"Siga, siga" - immer mit der Ruhe...

"Siga, siga" heißt wörtlich übersetzt "langsam, langsam" bedeutet aber auch "immer mit der Ruhe", "reg dich nicht auf", "Morgen"...
Mit dem Wort "Morgen" könnte auch  "Irgendwann" gemeint sein ...

Im griechischen Wortschatz gibt es keine genaue Zeitangabe. Wenn sie sich verabreden, sagen sie "gegen 13.00 Uhr" - "Punkt 13.00 Uhr" kennen sie nicht und 5 Minuten dauern häufig 30 Minuten. Man muss also etwas Geduld aufbringen und keinesfalls sauer sein. Die Griechen sind schließlich auch nicht sauer, wenn wir uns verspäten. Sie warten geduldig, beherrschen die Kunst des Wartens; und die besteht darin, in der Zwischenzeit etwas Anderes zu tun.

... und so plaudern sie, während sie warten, mit anderen Menschen, beantworten ihre E-Mails oder telefonieren ...

Locker bleiben "Chalarosse" - die Griechen sind wahre Lebenskünstler, können improvisieren - Planung und Hektik sind bei ihnen Fremdwörter ...

Es ist eine griechische Lebensweisheit:
"Was du heute kannst genießen, verschiebe keinesfalls auf morgen!"

Diese Gelassenheit hat sich auf mich übertragen und ich werde versuchen, sie in mir zu bewahren.
In Plataria war ich, um ungestört meine Romane schreiben zu können.
... und das Reise-Tagebuch! - Wenn ich vorher geahnt hätte, wie zeitaufwendig das werden würde, hätte ich es wohl nicht umgesetzt. Doch im nachhinein, bin ich froh darüber. Es war auch eine gutes Schreibtraining, bald merkte ich, dass das Texten viel flüssiger und lockerer wurde.

Dies ist nur ein Reise-Tagebuch und kein Informations-Portal über Griechenland. So gut ich konnte, habe ich recherchiert und Texte, Fotos mit entsprechenden Informationen bereichert, auch das war recht zeitaufwendig. Wer mehr wissen möchte, kann über Google danach zu suchen.
Wer Fehler entdeckt - ich würde mich freuen, wenn man mir das per Mail mitteilt.

Die positiven Rückmeldungen meiner Fans waren sehr wohltuend und feuerten mich regelrecht an, mein Bestes zu geben.

Vielen Dank, an Alle, die mich begleitet haben ...
und ein letzter Gruß.


Heute ist der 12. Oktober 2009, also ein halbes Jahr nach meinem Aufenthalt in Plataria und immer noch erhalte ich nette Rückmeldungen von Surfern, die das Reise-Tagebuch gelesen haben.

Hier eine Nachricht über die ich mich besonders gefreut haben:

"Liebe Frau Lendt,
normalerweise putze und scheure ich das Haus am Samstag. Ich tat gar nichts, ich las und las und las ...
Was mir an Ihren Berichten so sehr gefallen hat, ist diese Liebe zu Details wie Pflanzen, Tieren der Natur, Menschlichkeit. Kein Tag war langweilig zu lesen, kein Tag war mit historischen  Informationen vollgestopft, sondern nur MIT LEBEN einfach wunderbar."


    Griechenland - Ich komme wieder!
ENDE